Bildföhre

kettl-bildfoehre.jpg (22360 Byte) Am Wege von Kettlasbrunn nach Blumenthal steht am Waldesrand eine einzelne, mächtige Föhre (Weißkiefer). Dort trieben sich in früherer Zeit in den Nächten böse Hexen herum. Ihr Körper war mit schwarzem, struppigem Haar bewachsen. Mit ihren feurigroten Augen, heraushängenden Zungen, den langen Nasen und den Hörnern auf der Stirne versetzten sie alle Menschen in Furcht und Schrecken.
Wehe dem Wanderer, der des Nachts an dieser Stelle vorbeiging; er wurde von den Hexen überfallen und schwer mißhandelt.
Einmal ging ein Ehepaar in später Nachtstunde von Blumenthal nach Kettlasbrunn. Als es an der Föhre vorüberkam, stürzten die Hexen aus ihren Verstecken hervor und schlugen auf die Ahnungslosen mit Peitschen und Knüppeln ein. Nur mit knapper Not konnten sie entrinnen.

Zum Dank für die glückliche Rettung ließen sie in der Kirche ein Bild weihen und hingen es an die Föhre. Von der Stunde an sah man keine Hexen mehr.
Die Föhre bekam den Namen "Bildföhre"

letzte Bearbeitung:01.02.2002