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Bildföhre
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Am Wege von Kettlasbrunn nach Blumenthal steht am Waldesrand eine
einzelne, mächtige Föhre (Weißkiefer). Dort trieben sich in früherer Zeit in den
Nächten böse Hexen herum. Ihr Körper war mit schwarzem, struppigem Haar bewachsen. Mit
ihren feurigroten Augen, heraushängenden Zungen, den langen Nasen und den Hörnern auf
der Stirne versetzten sie alle Menschen in Furcht und Schrecken.
Wehe dem Wanderer, der des Nachts an dieser Stelle vorbeiging; er wurde von den Hexen
überfallen und schwer mißhandelt.
Einmal ging ein Ehepaar in später Nachtstunde von Blumenthal nach Kettlasbrunn. Als es an
der Föhre vorüberkam, stürzten die Hexen aus ihren Verstecken hervor und schlugen auf
die Ahnungslosen mit Peitschen und Knüppeln ein. Nur mit knapper Not konnten sie
entrinnen.
Zum Dank für die glückliche Rettung ließen sie in der Kirche ein Bild weihen und
hingen es an die Föhre. Von der Stunde an sah man keine Hexen mehr.
Die Föhre bekam den Namen "Bildföhre" |
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letzte Bearbeitung:01.02.2002
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